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Damals bis heute

Erste Vorsitzende
 des Ski-Club Emmendingen
seit der Gründung im Jahre 1923

  1. Alfred Fischer 1923 – 1927
  2. Karl Limmer 
 1928 – 1935

Gründung Vereins-Skischule   1928

  1. Linda Wiesse 1942 – 1946
  2. Otto Villinger 1936 – 1962

Bau Emmendinger Hütte 
    1953

  1. Herbert Strack 
 1963 – 1967
  2. Uwe Herrigel 1968 – 1973
  3. Hugo Huber 
 1974 – 1979
  4. Matthias Hambrecht 
 1980 – 1994
  5. Hermann Hügle 1995 – 2006
  6. Willy Heitzmann 
    2007 – bis heute

Die Emmi, schon über 60, aber es gibt immer was Neues
Ausgabe Ski-Club Kalender 2016/2017

Vor drei Jahren durften wir das 60-jährige Bestehen unserer Emmendinger Hütte feiern. Während wir noch über den Einsatz und die Strapazen staunten, mit denen das Haus als eines der ersten an der Grafenmatt entstand, haben wir auch festgestellt, wie der Betrieb der Hütte im Laufe der Jahrzehnte immer wieder Premieren an den Feldberg gebracht hat, wie z.B. das erste Nichtraucherhaus, die erste Internetpräsenz oder erster und lange Zeit auch einziger Anbieter von Germknödeln.

Premieren alleine bringen freilich noch keinen Erfolg, denn auch das Konzept muss mit der Zeit Schritt halten. So wandelte sich die Emmi vom einst mitgliedergeführten Haus zu einem inhabergeführten Unternehmen. Im Laufe dieses Wandels musste der Verein auch feststellen, dass ein inhabergeführter Betrieb auch scheitern kann.

So ergab es sich schließlich nach ein paar Pächterwechseln, dass sich der Verein und ein junges Vereinsmitglied fanden, beide auf der Suche nach einer neuen Perspektive: Jörn Reick übernahm die Hütte und hat sie erfolgreich bewirtet und mit den genannten Premieren ein schlüssiges Konzept entwickelt. Mit einem starken Fokus auf der Skisaison verwöhnte Jörn die Gäste an Spitzentagen mit über 300 Mahlzeiten und bot gleichzeitig bis zu 80 Personen Platz zur Übernachtung, sei es im 2-Bett-Zimmer oder im Schlafsaal. Wohl die wenigsten aktiven Skiclubler kenne die Emmi ohne Jörn.

Ein solcher Betrieb verschleißt natürlich auch viel Substanz. So „verbraucht“ die Hütte in einem Jahr zum Beispiel ca. 15000 Liter Heizöl. Während der Betrieb der Hütte für den Pächter das tägliche Auskommen bedeutet, steht für den Verein der Substanzerhalt im Vordergrund, denn auch hier nagt der Zahn der Zeit. Erst kürzlich wurden die Gästezimmer mit 60 neuen Matratzen ausgestattet und im Gastraum ca. 80 Stühle erneuert. Die energetische Substanz der Hütte wurde vor zwei Jahren durch einen Energieberater ausführlich bewertet. Dank dieser Bewertung steht heute ein Konzept im Raum, mit dem die Gebäudesubstanz Schritt für Schritt erneuert werden soll.

Manchmal kommt einem der Zahn der Zeit auch zuvor: In den Medien haben wir alle von den erheblichen Sturmschäden im Schwarzwald erfahren. Bei dem schwersten Sturm hat die Hütte kaum gezuckt. Lediglich eine Außentür wurde aus den Angeln gehoben und musste erneuert werden. Zum Glück sind solche Schäden durch die Gebäudeversicherung abgedeckt. Deutlich schwieriger wurde es im vergangenen Herbst, als uns am 29. September eine E-mail von Jörn erreichte: “…der Ostwind hat heute Nacht große Teile des Kupferdachs abgedeckt! Die Dachpappe fliegt davon.“ Nun war Eile geboten. Der Winter und Gäste standen vor der Tür – ohne Dach unmöglich. Mit großem Einsatz von Pächter, Hüttenkomission, Gebäudeversicherung und Dachdecker und ein bisschen Unterstützung  des Wetters wurde auch diese Situation gemeistert. Die Hütte hatte schon Mitte Oktober ein neues, modernes Dach, noch dazu isoliert!

In diesem Jahr stand dann wieder eine Neuerung ins Haus: nach über 20 Jahren hat Jörn Reick sich entschieden, das Pächterleben auf dem Berg aufzugeben und sich in Südfrankreich neuen Aufgaben zu widmen. Am 28. Juli waren dann alle Sachen gepackt, die Übergabe erledigt und der Laster fertig zur Abreise. An dieser Stelle möchten wir Jörn herzlich für seinen beständigen Einsatz über viele Jahre danken. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Emmi heute in der Form besteht, wie wir sie kennen. Wahrscheinlich kann kaum einer von uns Flachlandtirolern aus Emmendingen nachvollziehen, was es bedeutet, mehrere Monate im Jahr eingeschneit zu sein, und größere Besorgungen nur mit Skidoo oder Pistenbulli erledigen zu können.

Mittlerweile hat das neue Pächterpaar die Räumlichkeiten in der Emmi bezogen und den Betrieb aufgenommen, mit frischem Wind und neuen Ideen. Wir sind gespannt auf die nächsten 20 Jahre und neugierig, welche Überraschungen die beiden für uns bereithalten.

Kai Becker
Hüttenkomission


Ski Club Emmendingen – Ski Schule
Ausgabe Ski-Club Kalender 2015/2016

Vom Holzski zum Carving Ski, von der Pudelmütze zum Skihelm !

Und am Schluss geht es nur um eine Links- und einen Rechtsschwung.

Seit der Gründung des Vereins wurde großen Wert darauf gelegt, dass den Vereinsmitgliedern die Technik des Skilaufens nach den jeweiligen aktuellen Methoden vermittelt wird. Die ersten regelmäßigen Skikurse wurden ab 1925 für Anfänger und Fortgeschrittene abgehalten. Die Kurse fanden in Breitnau und Altglashütten statt, auf Holzski mit Riemenbindung und im Lederschnürschuh. Seinerzeit war der Anmarsch zum Übungsgelände schon eine konditionelle Herausforderung.

Ein Skikurstag bedeutete – früh aufstehen, stundenlange Bahnfahrt und mühsame Aufstiege am Übungshang – es gab ja auch noch keine Skilifte oder Pistenraupen. Eine gehörige Portion Idealismus war Grundvoraussetzung für die Kursteilnehmer. Der 2te Weltkrieg unterbrach jäh die Aktivitäten der Vereins Ski Schule bis zum Jahre 1951. Aufgrund der Initiative mehrerer Ski-Club Mitglieder wurden wieder Skikurse durchgeführt und die Grundlage zur Gründung der ersten Vereinsskischule des Skiclubs zu schaffen. Das Übungsgelände konnte aufgrund zunehmender Mobilität auf den Feldberg verlegt werden. Die ersten Skilifte wurden in der Region gebaut, die ersten Versuche die Pisten zu präparieren gestartet. Kurzum die moderne Technik verändert den Wintersport, die Begeisterung für den Skilauf nimmt zu, die Skifahrtechnik veränderte sich. Dadurch wurde es erforderlich, dass das Lehrwesen im Verein modernisiert und ausgebaut werden musste. Im Jahre 1968 wurde die vereinseigene Ski-Schule Breisgau unter der Leitung von Alfons Riedel gegründet. Später im Zuge der Eingliederung über den Ski Verband Schwarzwald in die Organisation des deutschen Skiverbandes (DSV) unter Skischulleiter Wolfgang Göke in eine DSV Skischule umbenannt.

Die Ausbildungslehrgänge und Prüfungen zum Skilehrer unterliegen nun den DSV Richtlinien. Die geprüften Skilehrer müssen nun zur Lizenzerhaltung alle 2 Jahre an einer offiziellen Weiterbildung des DSV oder SVS zur Lizenzerhaltung teilnehmen. Das Skikursprogramm beinhaltet Skikindergarten, Kinder- , Jugend-, Erwachsenenkurse, Jugendfreizeiten auf der vereinseigenen Emmendinger Hütte, welche vom Verein bewirtet wurde. Tagesausfahrten, mit dem Reisebus fur man in die Alpen zum Skifahren. Die ersten Skier mit Stahlkanten wurden gebaut, die Sicherheitsbindung entwickelt und aus dem Lederschnürschuh wurde zuerst ein Lederschuh mit Schnallen und später eine Kunststoffaussenschale mit einem herausnehmbaren Innenschuh. Die Skifahrtechnik veränderte sich auf ein neues. Über den klassischen Pflug- und Stemmbogen zum parallelen Grundschwingen. Die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit erhöhte sich für den Skiläufer. Der Schwarzwald wurde touristisch immer mehr erschlossen, die ersten kommerziellen Skischulen wurden eröffnet. Die Vereinsskischule steht ab diesem Zeitpunkt im direkten Wettbewerb zu kommerziellen Anbietern.

Die Teilnahme an unseren Skikursen wurde nun auch für Nichtmitglieder ermöglicht. Neue Fahrtechniken aus dem Rennlauf begannen das Skilehrwesen zu beeinflussen, die Fahreigenschaften der Ski klassiert in Slalom, Riesenslalom oder Compact Ski, entsprechend der Fahreigenschaften der Ski. Die Skifahrtechnik und die Anforderungen an die Skilehrer änderte sich auf ein neues. Lustige Typen in bunten Klamotten und einem komischen Brett unter den Füßen waren plötzlich auf den Skipisten zu finden. Das Brett heißt Snowboard und die Skischule bietet seit 1996 auch Kurse hierfür an und im Jahre 2001 unter Skischulleiter Oliver Eberle wurde die Skischule in DSV Ski- und Snowboardschule umbenannt.

Ab 2002 befindet sich die Skischule wieder einmal im Wandel der Zeit und muss Ihre Aktivitäten dem sich veränderten Umfeld sehr stark anpassen um weiterhin erfolgreich Skikurse durchführen zu können. Der Carving Ski kommt auf den Markt, die bisherige Skifahrtechnik verändert sich grundlegend. Um die neue Technik unterrichten zu können, müssen die Skilehrer das mühsam über Jahre erarbeitete, persönliche Fahrkönnen komplett umstellen. Die Mobilität und Bequemlichkeit der Leute steigt, der Weg vom Parkplatz zur Emmendinger Hütte für viele Kursteilnehmer zu stressig. Der Betrieb auf dem Feldberg nimmt zu. An schönen Wintertagen am Wochenende sind bereits Vormittags keine Parkplätze mehr vorhanden. Die Wartezeiten an den Liften erhöhen sich auf bis zu 30 Minuten pro Bergfahrt, die Lifkartenpreise steigen.
Für den Winter 2008/2009 wurden versuchsweise zum ersten Mal Anfängerkurse vom Feldberg auf den Thurner verlegt. Für den darauffolgenden Winter wurde dann von der Skischulleitung beschlossen sich vom Feldberg zu lösen und die Anfängerkurse für Kinder, Erwachsene und Skikindergarten auf dem Haldenköpfle am Schauinsland durchzuführen.

Nach Jahren abnehmender Kursteilnehmer kann die Skischule nun wieder steigende Anmeldezahlen vermelden. Mittlerweile kann der Skiclub auf ca. 61 Jahre bewegten Skiunterricht, im Wandel der Zeit, zurückblicken. Die Skischule ist aktuell nach den Richtlinen des DSV lizensiert und darf sich offiziell DSV Ski- und Snowboardschule nennen. Zur Zeit stehen der Skischule 30 Lehrkräfte zur Verfügung, darunter 4 DSV Skilehrer, 7 DSV Instructor alpin, 7 DSV Übungsleiter Grundstufe, 3 DSV Übungsleiter Snowboard, 9 Übungsleiter Anwärter.

Oliver Eberle
Skischulleiter